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Wie bereits berichtet, fanden im Herbst und Winter erneut umfangreiche Baumpflanzungen entlang von Bundes- und Landesstraßen in der Region statt. Im Rahmen seiner "Pflanzoffensive" hat die Regional-Niederlassung Rhein-Berg des 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' in den vergangenen zwei Jahren den Norden und Osten des Rhein-Sieg-Kreises als Schwerpunkt gewählt. In diesem Zeitraum wurden - und werden noch bis Ende März - rund 1.250 Bäume zwischen Lohmar, Much und Windeck gepflanzt. Damit wird das selbstgesteckte Ziel von 1.000 Bäumen übertroffen.

- Lückenschlüsse der Lindenallee an der Landesstraße 224 bei Much-Derscheid
Ziel der Maßnahme waren unter anderem der Erhalt und Ausbau von Alleen als historisch gewachsenes, landschaftsprägendes Element im ländlichen Raum. Gleichzeitig wird der ökologische Wert der Bäume für den Klima- und Artenschutz betont. Sie stellen einen zusätzlichen Lebensraum für Vögel und Insekten dar. Insbesondere Greifvögel nutzen die Bäume auch als Aussichtspunkte bei ihrer Nahrungssuche. Zudem binden die Bäume Kohlendioxid, sorgen bei Sonneneinstrahlung für Kühlung, binden Staubpartikel und bewirken eine Verbesserung der Luftqualität.

- Baum Nummer 1.111 der beiden letzten Pflanzperioden wurde am 10. Februar an der L 224 gesetzt - mit Hilfe eines passend beklebten Spatens
Zur Vorstellung des Pflanzprogramms in Form eines Ortstermins nutzte der Landesbetrieb das Zusammentreffen der Karnevalszeit mit der Pflanzung des 1.111. Baumes. Am 10. Februar wurde er im Rahmen der Ergänzung der Lindenallee entlang der Landesstraße 224 zwischen Birrenbachshöhe und Bröleck gesetzt. In diesem Bereich soll die geschützte historische Allee langfristig gesichert werden.
Im Laufe der Zeit - insbesondere durch Absterben oder Sturmbruch - entstandene Lücken in der Lindenallee wurden mit passenden Bäumen geschlossen. 63 neue Bäume wurden allein auf diesem Abschnitt gesetzt - neben den Linden im mittleren Bereich sind dies Birken nahe des Ortseingangs von Birrenbachshöhe und einige Eichen in Talnähe. Damit sei man auch einem Wunsch von Anwohnern nachgekommen, die die Auffüllung der Lücken angeregt hätten.
Bei entstandenen Lücken von weniger als 100 Metern dürfen Nachpflanzungen im Rahmen des Bestandsschutzes im vor Ort üblichen Abstand von der Fahrbahn durchgeführt werden. Ansonsten müssen Sicherheitsabstände zur Fahrbahn eingehalten werden, die bei einem Tempolimit von 70 km/h 4,50 Meter, bei 100 km/h sogar 7,50 Meter betragen. Daran scheitern Anpflanzungen teilweise, wenn die im Besitz des Straßenbaulastträgers stehenden Randstreifen dafür nicht ausreichen.
Bevor es zu den Anpflanzungen kommen kann, sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig. So müssen geeignete Standorte ausgesucht werden, die zahlreiche Kriterien erfüllen. Neben der Prüfung der Besitzverhältnisse der Grundstücke und der Pflanzabstände zur Fahrbahn muss der Luftraum frei von Leitungen sein. Auch der Artenschutz, die Untersuchung von Auswirkungen auf andere Arten sei relevant.
Zehn bis 15 Jahre alt und rund fünf Meter hoch sind die neugesetzten Bäume bereits, sie stammen aus verschiedenen Baumschulen im Bundesgebiet. Neben heimischen Arten wie Birke, Feld- und Spitzahorn, Hainbuche, Linde, Mehlbeere, Säuleneiche und Vogelkirsche werden auch sogenannte "Zukunftsbäume" gepflanzt, um ihre Resistenz gegen den Klimawandel zu prüfen. Dazu gehört zum Beispiel die Zerreiche, die vornehmlich in Süd- und Südosteuropa vorkommt und ein mediterraneres Klima bevorzugt. Solche Arten werden hier bevorzugt in stadtnahen Gebieten angepflanzt.

- Der "Jubiläums-Baum" erhielt eine passende Kennzeichnung
Mit der Anpflanzung der Bäume durch beauftragte Gartenbau- oder Forstbetriebe ist die Arbeit aber noch nicht beendet. Eine längere Pflegeperiode schließt sich an. Ein Jahr Fertigstellungs-Pflege und vier weitere Jahre Entwicklungs-Pflege mit notwendiger Bewässerung sind vorgesehen. Daraufhin geht die weitere Pflege an die ebenfalls vom Landesbetrieb betriebenen Straßenmeistereien über. Auch danach werden sie regelmäßig von Baumkontrolleuren geprüft.
Würde man die in den zwei Jahren im Kreisgebiet als Aufforstungs- oder Kompensations-Maßnahme gesetzten Bäume im durchschnittlichen Pflanzabstand von jeweils 15 Metern in einer Linie setzen, würde sich eine Baumreihe von rund 19 Kilometern Länge ergeben, so die Rechnung des Landesbetriebs. Ende März sind die Maßnahmen im Kreis abgeschlossen, danach sei der Rheinisch-Bergische Kreis an der Reihe. (cs)

- Die zuständigen Planer des 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' packten bei der "Jubiläums-Pflanzung" aktiv mit an (von links nach rechts) : Kerstin Kück (Landschafts-Architektin), Michael Weber (Umweltschutz-Techniker), Mohamed Abodahab (Abteilungsleiter Bau), Anja Neuhaus (Landschaftsbau-Ingenieurin) und Petra Kesselmann

- Neue Birken in zweiter Reihe der Allee an der Landesstraße 224 bei Much-Löbach

- Viele Jahrzehnte alte und ergänzte Linden an der Landesstraße 224 zwischen Löbach und Derscheid

- Neupflanzungen beidseits der Wahnbachtalstraße an der Gemeindegrenze Much / Neunkirchen-Seelscheid bei Steinermühle

- Ergänzungs-Pflanzungen entlang der Wahnbachtalstraße, hier bei Much-Herchenrath

- Neue Bäume wurden auch an der L 312 gesetzt, hier bei Much-Wersch

- An der L 312 zwischen Much-Weeg und -Bech wurden beidseits der Fahrbahn Bäume ergänzt

- Zahlreiche neue Bäume sind auch entlang der L 350 zu verzeichnen, hier bei Much-Bröl
Ältere Meldungen und Berichte zum Thema :
Weitere Baumpflanzungen an Landesstraßen in der Region

- Neupflanzungen beidseits der L 312 in Höhe von Much-Bövingen
05.02.2026 : In den vergangenen Wochen hat der 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' seine "Pflanzoffensive" von Alleebäumen an Bundes- und Landesstraßen fortgesetzt. Bereits im Winter 2024 wurden entsprechende Aufforstungen entlang der Zeithstraße (B 56), der Bundesstraße 507 zwischen Lohmar und dem Bröltal, der Hennefer Straße / Bergische Straße (L 352) sowie der Sülztalstraße (L 288) vorgenommen. Im vergangenen Jahr folgte die Bröltalstraße (B 478), im Herbst die Landesstraße 350 im Homburger Bröltal (56 Bäume).
Nun ist die Wahnbachtalstraße (L 189) an der Reihe. Zwischen ihrem Beginn bei Herkenrather Mühle und Kreuzkapelle sollen 75 neue Bäume gepflanzt werden, rund 60 davon stehen bereits. Weiterhin wurde die Landesstraße 312 berücksichtigt - im Umfeld des Gewerbegebiets Much-Bövingen sind es bereits 42 Stück, im gesamten Verlauf bis Windeck summieren sie sich auf 220. Derzeit sind auch die Landesstraße 224 in Much (63 Bäume) und die Siegtalstraße (L 333) zwischen Hennef und Eitorf (53 Bäume) in Bearbeitung.
Die Neupflanzungen ersetzen zum geringen Teil ältere Bäume, die durch Krankheiten, Trockenheit und Klimawandel sowie Sturmbruch oder Verkehrsunfälle und andere "Anfahrschäden" verlorengegangen sind. Außer diesen Lückenschlüssen werden auch neue Baumreihen angelegt, wenn die Grundstücke von Land und Bund unter Einhaltung des Sicherheits-Abstandes zu den Fahrbahnen ausreichen und keine Trassen von Versorgungs-Leitungen tangiert werden.
Wie der 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' auf Anfrage weiterhin mitteilt, handelt es sich bei den "Hochstamm-Pflanzungen" überwiegend um heimische Arten wie Ahorn, Birke, Eiche, Linde und Vogelkirsche, wobei auch auf Klimaresilienz geachtet wird. Allein die aktuellen Neupflanzungen im Januar und Februar umfassen insgesamt 505 Bäume. (cs)

- Neupflanzungen an der Wahnbachtalstraße (L 189)
Aktuelle Baumpflanzungen an Bundes- und Landesstraßen

- Blick über die L 352 von Remschoß nach Wolperath mit der neuen Ahorn-Bepflanzung
05.02.2024 : Die aktuelle Aktion von Baumpflanzungen durch den 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' ist weitgehend abgeschlossen. In der vorvergangenen Woche waren die Bundesstraße 507 von Pohlhausen in Richtung Lohmar, die sich anschließende Landesstraße 288 nach Rösrath und die Zeithstraße (B 56) zwischen Heister und Unterste Zeith mit zahlreichen Alleebäumen ausgestattet worden (wir berichteten).
In der vergangenen Woche folgten mehrere Abschnitte der Landesstraße 352 zwischen Neunkirchen und Hennef-Heisterschoß. Entlang der Hennefer Straße bezeichneten Strecke wurden neun Bäume auf der Ostseite der Fahrbahn zwischen Neunkirchen und Wolperath gesetzt. Zwischen Wolperath und Remschoß sind es 30 Exemplare, in diesem Fall auf der Westseite der Straße. Vier weitere Pflanzlöcher wurden bereits ausgehoben. Die Spitzahorne ergänzen die bestehende Ahornreihe auf der Ostseite zu einer Allee. (cs)
ausführlicher Bericht
Baumpflanzungen an der B 56, der B 507 und der L 352

- Neuanpflanzungen an der B 56 bei Heister gegenüber dem 'Sportpark Seelscheid'
29.01.2024 : Der 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' lässt momentan umfangreiche Baumpflanzungen am Rande von Bundes- und Landesstraßen durchführen. Am Freitag vergangener Woche (26.01.) wurde der Abschnitt der Zeithstraße (B 56) zwischen den Ortsteilen Heister und Unterste Zeith bearbeitet. Auf der Ostseite des Streckenabschnitts wurden 25 junge Bäume von rund sechs Metern Höhe gesetzt. Weitere sollen - erst nach dem dort geplanten Straßenausbau - auf dem südlich anschließenden Abschnitt zwischen Heister und Pohlhausen folgen.
Aktuell sind weitere Pflanzungen entlang der Landesstraße 352 vorgesehen, hier sind insgesamt 67 neue Bäume geplant. Die L 352 gehört im Abschnitt zwischen Neunkirchen und Hennef-Allner seit 2009 zu einer der Routen der 'Deutschen Alleenstraße', die von Sellin auf Rügen zur Insel Reichenau im Bodensee führt. Bislang wies sie zwischen Lohmar und Hennef jedoch keinen Alleen-Charakter auf. Sie soll entsprechend aufgewertet werden.
In diesem Kontext erfolgten und erfolgen weitere Neuanpflanzungen auf der Bundesstraße 507, insbesondere entlang des Jabachtalstraße bezeichneten Abschnitts zwischen Lohmar-Donrath und Pohlhausen. Hier sind insgesamt 125 neue Bäume vorgesehen, ein Teil davon wurde ebenfalls in der vergangenen Woche gesetzt. Weitere 37 Bäume dienen als Lückenschlüsse der bestehenden Allee auf der Sülztalstraße (L 288) zwischen Lohmar und Rösrath.
Auf Anfrage teilt der 'Landesbetrieb Straßenbau NRW' mit, daß verschiedene Baumarten gepflanzt werden, im Einzelnen Feldahorn, Hainbuche, Linde, Mehlbeere, Spitzahorn, Säuleneiche und Vogelkirsche. Für den Herbst sind weitere Pflanzungen in der Region geplant, deren Standorte derzeit untersucht würden. (cs)
Jabachtalstraße soll sich allmählich in eine Allee verwandeln
27.01.2024 : Im Jahr 2009 wurde die Westroute der 'Deutschen Alleenstraße' eingeweiht, die zwischen Sellin auf Rügen und der Insel Reichenau im Bodensee verläuft. In unserer Region führt sie von Rösrath über Donrath nach Neunkirchen, von dort weiter über Hennef-Allner nach Siegburg. Bei den alten Alleen im Sülztal und auf dem Siegburger Abschnitt der Wahnbachtalstraße bei Kaldauen ist leicht ersichtlich, warum sie zur 'Deutschen Alleestraße' gehören.
Doch zwischen Donrath und Neunkirchen ist davon nichts zu sehen. War nichts zu sehen, muss es nun korrekt heißen, denn genau dies ändert sich gerade. Am Donnerstag (25.01.) begannen die Arbeiten, auch die Jabachtalstraße (B 507) in eine Allee zu verwandeln - wenn es auch Jahrzehnte dauern wird, bis sie von ähnlich mächtigen Bäumen gesäumt wird wie die Sülztalstraße (L 288). (cs)
ausführlicher Bericht











